Unser Corona-Angebot

Aufgrund der Corona-Problematik haben wir uns dazu entschlossen, das Konzertangebot der Französischen Kammerphilharmonie um einige außergewöhnliche Programme in kleinerer Orchesterbesetzung zu erweitern. Diese Programme sind für 8 bis 15 Musikern konzipiert und lassen sich so mit den gängigen Abstandsregeln aufführen. Sollten weitere Lockerungen eintreten, ist auf Wunsch auch eine Orchestervergrößerung ohne Probleme möglich. Die Konzerte sind sowohl mit als auch ohne Pause planbar. Wir hoffen, Ihnen auf diese Weise ein interessantes musikalisches Spektrum anbieten zu können!

„KING OF KLEZMER – GIORA FEIDMAN“
„Ich spiele Klarinette, um meine Gefühle mit den Menschen zu teilen.“ Mit seinen Projekten ist der Musiker Giora Feidman zum Botschafter geworden, der Brücken zwischen Völkern und Kulturen baut. Der bescheiden gebliebene Mann, der keine großen Worte macht und lieber seine Klarinette sprechen lässt, ist das lebendige Symbol des Klezmer. Die Klezmorim waren Wandermusiker, die ihre Lieder durch die Lande trugen und in den jüdisch geprägten Städtchen („Schtetl“) aufspielten, insbesondere zu Hochzeitszeremonien, Festessen und zum Tanz. Das Lebensgefühl dieser in Osteuropa heimisch gewordenen Heimatlosen schwankte zwischen Melancholie, Verzweiflung und ausgelassener Freude in unbeschwerten Stunden. Diese widersprüchlichen Stimmungen kommen in der Klezmer-Musik zum Ausdruck. Sie kann mitreißend sein, lustig und lebensfroh, aber auch zu Tränen rühren.Die Französische Kammerphilharmonie präsentiert diesen einzigartigen Musiker und Menschen in ihrem Programm „King of Klezmer – Giora Feidman“ unter der Leitung ihres Künstlerischen Leiters Philip van Buren.

TANGO & MORE“
Die Süddeutsche Zeitung schreibt über Omar Massa: “Er spielt eine Toccata nebst Fuge von Johann Sebastian Bach auf dem Bandoneon… hätte der Leipziger Thomaskantor Massas tiefgründigem und zugleich von tänzerischer Leichtigkeit beseeltem Spiel lauschen können, hätte er garantiert ganze Solosuiten für dessen Instrument komponiert. Massa ist einer der ganz Großen seines Fachs und in der Barockmusik ebenso zu Hause wie im argentinischen Tango.”
Omar Massa wurde 25 Jahre nach Astor Piazzollas Tod von dessen Familie eingeladen, auf Piazzollas Bandoneon zu spielen. Diese Ehre wurde bislang keinem anderen Musiker zuteil und unterstreicht vielleicht mehr als alle gewonnenen Preise die herausragende Stellung, die Massa mit seinem Instrument einnimmt. Das argentinische Aussenministerium hebt ausdrücklich die „kulturelle und künstlerische Bedeutung“ des Musikers für sein Heimatland hervor.
„TANGO & MORE“ zeigt die gesamte Bandbreite Massas Können. Neben Werken Piazzollas präsentiert der Künstler auch Musik von Vivaldi, Bach und weiteren Komponisten. Die Französische Kammerphilharmonie begleitet den Musiker einfühlsam und stilsicher durch den Abend. Weitere Informationen über Omar Massa finden Sie auf seiner Homepage www.omarmassa.com.
Die Konzerte sind ab dem Jahr 2021 zum 100. Geburtstag von Astor Piazzolla geplant. 

„OPUS KLASSIK live: KONSTANTIN REINFELD“
Musikalisches Neuland betritt unser Orchester bei der Zusammenarbeit mit Konstantin Reinfeld. Der junge Musiker, der gerade den aktuellen OPUS KLASSIK (vormals ECHO KLASSIK) erhalten hat, spielt ein Instrument, das im üblichen Konzertbetrieb nicht auftaucht: die Mundharmonika. Und dennoch: wenn er spielt, fragt man sich, wieso dieses Instrument bislang im Schatten sein Dasein fristete. Reinfeld spielt so virtuos und dabei so natürlich, dass man kann gar nicht anders kann, als diesem Instrument einen vollwertigen Platz im klassischen Konzertleben zu schaffen. Musik von Johann Sebastian Bach, Béla Bartók, Astor Piazzolla

www.konstantinreinfeld.com

Tiefenwirkung

„Tiefenwirkung“ im doppelten Sinne des Wortes bietet die Französische Kammerphilharmonie im Monat März. Einerseits widmet sich das Orchester dem tiefsten Blechblasinstrument, nämlich der Tuba. Thomas Kerstner, Solo-Tubist der Dortmunder Philharmoniker, ist zu Gast und wird das f-Moll Konzert für Tuba und Orchester von Ralph Vaughan Williams interpretieren. Doch die Wirkung soll im Idealfall auch lang anhaltend sein im Sinne eines interessanten und spannenden Konzertabends. Das Programm eröffnet ein weiteres Werk, das für die britische Hauptstadt komponiert wurde, nämlich die Sinfonie D-Dur Nr. 104 von Joseph Haydn, zugleich seine letzte Sinfonie und damit Abschluss und Höhepunkt seines sinfonischen Schaffens. Nach der Pause erklingt dann die Sinfonie C-Dur des jungen Georges Bizet, Schöpfer der Carmen und der Arlésienne. Diese Sinfonie ist eine Geniestreich des 17-jährigen Musikers, den er innerhalb von nur drei Wochen zu Papier brachte. Dieses Werk sprudelt geradezu über vor Lebensfreude, die Nähe zu Schubert ist unverkennbar, doch auch Mozart und Beethoven haben ihren Spuren beim jungen Franzosen hinterlassen. Dennoch ist es ein höchst eigenständiges Werk und steht an der Spitze der Gattung der französischen klassischen Sinfonie.

Termine:

15.3.2020 19:30 Greven, Ballenlager

17.3.2020 19:30 Hameln, Theater

19.3.2020 19:30 Herne, Kulturzentrum

Französische Kammerphilharmonie

Thomas Kerstner, Tuba

Philip van Buren, Dirigent